Der organisierte Kleiderschrank

Kleiderschrank

Wie so vielen unter Ihnen, geht es mir nicht anders: „Was ziehe ich nur an?“ oder schlimmer: „Ich habe nichts zum Anziehen“. Dabei ist der Kleiderschrank voll. Voll mit Hosen, Blusen, T-Shirts, Pullovern, Accessoires und und und. Ein wahres Schlaraffenland mit ganz viel Potential. Sie müssen es nur rauskitzeln. Das heißt, Ihre Schatztruhe organisieren, damit Sie Ihre Lieblingsstücke griffbereit haben, nach Anlass oder Laune innerhalb kurzer Zeit den richtigen Mix zusammenstellen und den Tag entspannt starten können.

Erste Regel lautet also: Die Schatzkarte für den Kleiderschrank schreiben….

Hier müssen wir radikal starten – Alles raus und später sortiert wieder einräumen. Durch diese Radikal Kur nehmen Sie automatisch jedes Teil einmal in die Hand und finden wahrscheinlich einige Schätze, die schon längst vergessen waren. Dazu komme ich aber später noch einmal. Erst Mal geht es darum, die Schatztruhe wieder zu füllen.

  • Trennen nach Saisons (es sei denn, sie haben genügend Platz in Ihrer Schatzkammer):
    Dicker Strick oder Wollhosen werden im Sommer nicht gebraucht. Umgekehrt kann man bei Minusgraden sicherlich auf das Sommerkleid verzichten. Optimaler Weise verfügen Sie über genügend Stauraum in Ihrem Kleiderschrank, alternativ können die Teile für wenige Monate in verschließbaren Boxen, zum Beispiel von Ikea oder Clas Ohlson gelagert werden.
  • Sortieren:
    Sortieren Sie ihre Kleidung nach Renner und Penner und nach Kategorie und Farbe. So erhalten Sie einen ersten Überblick, was schon lange nicht mehr zu Ihren Schätzen zählt und was unbedingt in die erste Reihe gehört.
  • Optimieren:
    Sie können Ihre Aufteilung in Ihrem Kleiderschrank noch einmal überprüfen. Mit ein paar Handgriffe, lassen sich Regale und Stangen schnell umhängen. Ich empfehle die obere Fächer für Sachen, die man nicht oft trägt. Darunter dann die Stange für Blusen, Hosen – im Prinzip alles, was leicht knittert. Seitliche Regalböden sind hervorragende Ablagen für Jeans und Pullover. T-Shirts lagern optimal in Trennboxen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt. In die unteren Fächer dann Schubfächer für Accessoires. Wenn Sie keine Schubfächer haben, verwenden Sie Schachteln mit einem integrierten Ordnungssystem.
  • Die Füllung:
    Sie haben ja schon vorsortiert. Um dem Jo-Jo Effekt der Radikal Kur vorzubeugen, sollten Sie bei wirklich jedem Teil entscheiden: Brauche ich das wirklich? Ich selbst begebe mich mit meinem Schrank regelmäßig in Diskurs und entscheide nach Wichtig und Unwichtig. Hatte ich ein Teil über die ganze Saison nicht in der Hand, müssen wir uns leider trennen. Hierfür finden sich aber immer dankbare Abnehmer. Sei es über Ebay oder im Freundeskreis.
  • Die Schatztruhe packen:
    Erst einmal sorgen Sie für Klarheit: Blusen zu Blusen, Blazer zu Blazer, Pullover zu Pullover, Jeans zu Jeans usw.. Für den letzten Schliff sorgt dann der Farbverlauf: Von Hell über Muster nach Dunkel. Und nicht vergessen: Die Lieblingsstücke in die erste Reihe! Besonders bei T-Shirts empfehle ich die Marie Kondo Legetechnik, die für Platz und Übersichtlichkeit sorgt: Ärmel & Seiten einschlagen, dann halbieren und dann noch einmal dritteln. Sie erhalten kleine handliche Päckchen, die sich hintereinander schichten lassen.
  • Der letzte Schliff:
    Statten Sie Ihr neues Schlaraffenland mit Lavendelsäckchen aus, achten Sie auf wertige Bügel und versuchen Sie möglichst zweimal im Jahr die Grundordnung in Ihrem Kleiderschrank wieder herzustellen, damit der Start in den Tag entspannt bleibt. Verbinden Sie die Kur mit einer kleinen Modenschau. Ihre Styles können Sie fotografieren und in den Schrank hängen. So startet auch ein grauer Tag mit einem Feuerwerk!
Titelbild: Pylypchuk/Shutterstock.com